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Teilprojekt A4: Modellgestützte Standort- und Logistikplanung für Bioenergieanlagen



Ziel dieses Teilprojektes ist die Entwicklung von Produktions- und Distributionsmodellen, die für lokale und regionale Gegebenheiten die jeweils wirtschaftlich vorteilhafteste energetische Biomassenutzung ausweisen. Mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen soll die Stabilität der Lösung bei Veränderungen der Eingangsdaten überprüft werden, so dass z. B. Aussagen über die Auswirkungen von Preisveränderungen getroffen werden können.

Bioenergiedörfer

Für Bioenergiedörfer werden bislang mehr oder weniger effiziente und wirtschaftlich vorteilhafte Lösungen für die Auslegung der einzelnen Anlagenkomponenten zur Stromproduktion (z. B. Biogasanlage, Blockheizkraftwerk) sowie die Wärmebereit­stellung und -verteilung (z. B. Holzhackschnitzelheizwerk, Nahwärmenetz) gefunden. Es sollen die Beschaffungswege (Biomassebereitstellung), die Produktionsanlagen und das Nahwärmenetz für ein Bioenergiedorf in einem Optimierungsmodell abgebildet werden. Basierend auf ortsspezifischen Eingangsdaten kann hierdurch eine nach wirtschaftlichen Krite­rien beste Anlagenkonstellation und -auslegung sowie der optimale Umfang des Biomasseeinsatzes ermittelt werden.


Regionales Standortstrukturmodell

Auf regionaler Ebene sollen die Arbeiten an einer Standortstrukturplanung für Bioenergieanlagen fortgesetzt werden. Entscheidungen über eine solche Standortstruktur beinhalten im Wesentlichen drei Fragestellungen bzw. Entscheidungsfelder:

1. Standortverteilung: Es muss festgelegt werden, wie viele Anlagenstandorte realisiert werden sollen; hierbei ist abzuwägen zwischen den Vorteilen geringerer Transportkosten im Zusammenhang mit der Beschaffung von Biomasse und geringerer Kosten für die Hauptnetzleitungen in die einzelnen Dörfer (im Fall einer größeren Zahl von Standorten) einerseits und den Vorteilen geringerer Investitions- und Betriebskosten (im Fall einer kleineren Zahl von Standorten) andererseits.

2. Standortwahl: Es muss darüber entschieden werden, an welchen Stellen die Anlagen am günstigsten positioniert werden. Dabei ist auch in die Überlegungen einzubeziehen, inwiefern bestehende Anlagen in die Standortstruktur integriert werden können und sollen.

3. Zuordnungsentscheidung: Es ist zum Einen beschaffungsseitig zu planen, von wo die einzelne Anlage mit Biomasse beliefert werden soll, und zum Anderen absatzseitig, welche Dörfer von der einzelnen Anlage mit Wärme versorgt werden sollen.